Gepostet: 30.01.2019

RomAnwalt Kanzlei Roman Weber LLM

Minderjährige beim Unfall
Dass Eltern die Aufsicht über ihren minderjährigen Nachwuchs zu führen haben (Par. 1626, 1631 BGB), ist hinlänglich bekannt. "Aufsicht bedeutet, den Aufsichtsbedürftigen zu beobachten und zu überwachen, zu belehren und aufzuklären, falls erforderlich bezüglich seines Verhaltens zu leiten und zu beeinflussen." aaO. Das Maß der #Aufsicht richtet sich zB nach dem Ausmaß der Gefahr,der konkreten Situation für Rechtsgüter Dritter und nach den besonderen Gegebenheiten. Also ist wie immer ist auf den Einzelfall abzustellen.
Bei Minderjährigen wird man wohl davon ausgehen können, dass sie im Alter von neun Jahren in der Lage sind, auch ohne eine #Überwachung durch die aufsichtspflichtigen Eltern mit dem #Fahrrad am #Straßenverkehr teilnehmen zu können.
Aber das gilt nicht uneingeschränkt!
Das LG Wuppertal musste am 17.10.2017 folgenden Einzelfall entscheiden: Eine fast 9-Jährige hatte von den Eltern für ihre Fahrt ein Fahrrad ohne Kettenschutz bekommen. Sie trug eine weite Jogginghose, die sich verfing. Das Mädchen verriss den Lenker und es kam zum Unfall. Die aufsichtspflichtigen Eltern haften trotz Par. 832 BGB, weil die Eltern es versäumt hatten, ihrer Tochter zu vermitteln, dass der fehlende Kettenschutz in Kombination mit einer bollerigen Hose zu einem gefahrgesteigerten Fahrradfahren führt.
Auch wenn es auf den ersten Blick also zu einer Freistellung der Eltern nach Par. 832 BGB kommen könnte, kann der genaue Blick doch noch zu einem Schadensersatz f
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